Wir haben Ihnen die Highlights des Freshups 10.113 zusammengestellt und präsentieren Ihnen die Neuerungen kurz und übersichtlich, zum Teil mit Grafiken in der Bildergalerie oben.
Fachobjekte direkt in Achs-, Längs- und Querprofilzeichnungen plotten
Das Modell ist fertig, die Zeichnung fehlt noch. Gerade bei umfangreichen Fachplanungen beginnt an dieser Stelle häufig die eigentliche Detailarbeit. Mit der card_1 Version 10.113 können Fachobjekte nun direkt in Achszeichnungen, Längsschnitten und Querprofilen gezeichnet werden. Unterstützt werden Objekte aus den Bereichen Straßenentwurf, Bestandsmodell, Wasserwirtschaft Pro sowie Bauwerke Classic. Die Zeichnungserstellung greift unmittelbar auf die vorhandenen Fachmodelle zu. Fachplanungen können so einschließlich ihrer Fachobjekte ohne zusätzliche Zwischenschritte in Zeichnungen übernommen werden.
Welche Fachobjekte in die Zeichnung übernommen werden, lässt sich über eine mehrstufige Filterlogik steuern. Fachobjekte werden dabei über verschiedene Ebenen der Objektstruktur gezielt selektiert. Dadurch lassen sich beispielsweise einzelne Objektarten, bestimmte Modellbereiche oder ausgewählte Fachobjekte differenziert in die Zeichnung übernehmen. Auch größere und fachlich umfangreiche Modelle können so gezielt ausgewertet werden. Eine ausführliche Beschreibung der neuen Zeichnungsanweisungen sowie verschiedene Anwendungsbeispiele finden sich in der Hilfe.
Fachobjekte lassen sich nicht nur differenziert selektieren, sie bieten auch zusätzliche Ansätze für die Zeichnungserstellung. Straßenbegleitende Objekte verfügen über eine Bezugsachse und können dadurch in der Längsschnittzeichnung ihrer Bezugsachse ausgegeben werden. Für Objekte der Wasserwirtschaft Pro wird eine dynamische Strangbildung berücksichtigt, sodass Kanalstränge in der Zeichnung angemessen dargestellt werden. Darüber hinaus ist es möglich, ausgewiesene Kanten als Polygone zu zeichnen und Böschungen mit Böschungsschraffen darzustellen. Auch die fachobjektbezogene Beschriftung wird unterstützt. Die Beschriftungsinhalte werden direkt aus den Nebenattributen der Fachobjekte abgeleitet und müssen nicht separat in der Zeichnung definiert werden. Für die grafische Ausgestaltung können neben Material- und Bedeutungsfarben auch frei definierbare Stiftfarben verwendet werden.
Die Erweiterung reduziert den Aufwand für manuelle Nachbearbeitung und vereinfacht die Ableitung von Zeichnungen aus vorhandenen Fachmodellen. Insbesondere bei umfangreichen Infrastrukturprojekten mit häufigen Modellanpassungen lassen sich Planunterlagen dadurch konsistenter und mit geringerem Abstimmungsaufwand erzeugen.
Optimierungen für Kartendienste und DGM-Mapping
Kartendienste gehören inzwischen in vielen Projekten zur täglichen Arbeitsgrundlage – entsprechend deutlich fallen Verzögerungen beim Bildaufbau auf. Mit Version 10.113 wurden die Funktionen rund um WMS- und Kartendienste deshalb an mehreren Stellen überarbeitet, um die Arbeit schneller, komfortabler und effizienter zu gestalten.
Der Bildaufbau von Kartendiensten wurde im Durchschnitt um ca. 50 % beschleunigt – abhängig vom Dienst kann die Verbesserung sogar noch größer ausfallen. Zusätzlich lässt sich der Bildaufbau nun jederzeit per Tastendruck abbrechen. Gerade bei größeren Projekten oder langsamen Diensten spart das wertvolle Wartezeit.
Auch die Verwaltung der Kartendienste wurde deutlich verbessert. Einstellungen lassen sich jetzt bequem über Dialoge bearbeiten, sodass Anpassungen oder Erweiterungen nicht mehr umständlich über Konfigurationsdateien erfolgen müssen. Gleichzeitig wurde die Anzeigequalität von PNG-basierten Kartendiensten optimiert: Texte und linienförmige Inhalte bleiben besonders über Luftbildern klar und gut lesbar.
Und bei IB&T erfinden wir das RAD auch mal neu! Mit dem neuen Dateityp RAD (RAsterDGM) erhalten auf DGM gemappte Rasterbilder eine eigene Dateiendung. So lassen sich diese Daten eindeutig verwalten und klar von RAsterZeichnungen (RAZ) sowie RAsterbildern im Lageplan (RAL) unterscheiden – für mehr Übersicht und einen besseren Datenüberblick. Zusätzlich unterstützt das Mapping von Rasterbildern jetzt mehrere Kartendienste gleichzeitig, was die Ansicht in der 3D-DGM-Darstellung noch aussagekräftiger macht.
Erweiterte GIS-Import-, Transformations- und Fachobjektfunktionen
Gerade bei größeren WFS-, GML- oder Shape-Importen zeigt sich häufig erst nach dem Einlesen, welche Daten tatsächlich benötigt werden und welche Fachobjekte sinnvoll ausgewertet werden sollen. Mussten dafür bisher oft komplette Datenimporte wiederholt werden, ist nun eine deutlich flexiblere Nachbearbeitung importierter Inhalte möglich.
Importierte Linien können jetzt zunächst bearbeitet oder selektiert und erst anschließend in 3D-Fachobjekte überführt werden. Zusätzlich lassen sich erzeugte oder importierte Fachobjekte gezielt filtern und löschen. Dadurch lassen sich beispielsweise nur bestimmte Nutzungsarten oder ausgewählte Inhalte eines Datenbestands weiterverwenden, ohne dass der ursprüngliche Import erneut durchgeführt werden muss.
Auch die Import- und Transformationsmöglichkeiten wurden erweitert. Beim CSV-, TXT- und Excel-Import können Koordinaten als Nebenlage und Nebenhöhe übernommen sowie Daten direkt beim Import transformiert werden.
Beim C1Xml-Import ist es jetzt außerdem möglich, gezielt nur die Stationsdaten zu Achsen zu übernehmen. Die importierten Inhalte werden im Protokoll detaillierter ausgewiesen, beispielsweise für Stationslisten, Querneigungen oder Breitenbänder.
Die Erweiterungen vereinfachen die nachträgliche Datenaufbereitung innerhalb bestehender Projekte und reduzieren den Aufwand bei Anpassungen importierter Daten.
Verbesserter Projekteinstiegsassistent für internationale Projekte
Koordinatensysteme, Höhensysteme und Projektausdehnung gehören zu den Einstellungen, die zu Projektbeginn möglichst sauber definiert sein sollten. Mit Version 10.113 wurde der Projekteinstiegsassistent dafür an mehreren Stellen erweitert.
Für Deutschland wird das passende Höhensystem nun auch automatisch gemäß den amtlichen Vorgaben voreingestellt.
Nach Auswahl der Region “Österreich” oder “Schweiz” bietet der Assistent jetzt Unterstützung bei der Auswahl der Koordinatensysteme und ermöglicht eine grafische Festlegung der Projektausdehnung. Ergänzt wurde außerdem die Unterstützung weiterer UTM-Koordinatensysteme sowie offizieller EPSG-Kodes für die Schweiz. Dadurch lassen sich neue grenzübergreifende Projekte schneller und mit weniger manuellen Einstellungen aufsetzen.
Detaillierte Informationen zu allen Neuerungen, Änderungen und Verbesserungen finden Sie, wie gewohnt, in den Versionshinweisen zum jeweiligen card_1 Freshup.
Die Highlights des card_1 Freshups 10.112 lesen Sie hier nach.
