Freshup-Highlights 10.112

In den Freshup-Highlights informieren wir Sie über die wesentlichen Neuerungen im aktuellen Freshup. Erfahren Sie, wie die verbesserten Funktionen Ihre tägliche Arbeit vereinfachen und beschleunigen.

Mit dem IDS-Import können strukturiert Informationsanforderungen an card_1 übergeben werden.

Bemaßung von Gleisabständen und Punktabständen zum Gleis im Zuge der „Achszeichnung im Dialog“.

Abstandsmessung in der 3D-Projektansicht.

Ausgewertete Profillinien der einfachen Leitungen und im Knotenpunktbereich.

Wir haben Ihnen die Highlights des Freshups 10.112 zusammengestellt und präsentieren Ihnen die Neuerungen kurz und übersichtlich, zum Teil mit Grafiken in der Bildergalerie oben. 

Nebenattribute aus IDS direkt ins Modell übernehmen
Wer kennt das nicht? Vorgaben von Auftraggebern oder Planungspartnern präzise in ein 3D-Modell zu übernehmen, seien es Bezeichnungen oder zusätzliche Attribute, kann schnell aufwendig werden. Genau hier setzt die „Information Delivery Specification“ (IDS) an. Der Standard des buildingSMART Deutschland e.V. beschreibt, wie das Modell strukturiert wird und welche Informationen zu den Objekten erforderlich sind. IDS kann als maschinenlesbare Vorschrift verstanden werden, mit der sich Vorgaben für BIM Modelle herstellerneutral beschreiben und vorgeben lassen. Vorgaben in Dokumenten und Tabellen, die weder standardisiert noch maschinenlesbar sind, gehören (hoffentlich bald) der Vergangenheit an. 

Aktuell können Properties und PropertySets aus IDS in Nebenattributdefinitionen übernommen werden. Die Attribute werden auf Basis der IFC-Grundgrößen angelegt. Soweit es zu einem Attribut Einschränkungen gibt (Wertelisten, zulässige Werte, etc.), werden diese in die Attributdefinitionen übernommen. Optionale Attribute werden korrekt initialisiert, mehrfach vorhandene als Liste indiziert angelegt. 

Über die Definition von Attributen hinaus können in IDS zusätzliche Vorgaben transportiert werden. In weiteren Ausbaustufen soll IDS innerhalb card_1 umfassend unterstützt werden. So werden die Informationsanforderungen einer AIA integraler Bestandteil der Planungsprozesse in card_1.

Erweiterte Kontrolle beim GND-Datenaustausch
Die Import- und Exportfunktionen für GND-Edit-Daten wurden gezielt ausgebaut. Beim Import kann optional eine eindeutig benannte Protokolldatei im Projektordner erstellt werden, die ein Überschreiben ausschließt. Der MDB-Import (Import von Microsoft-Access-basierten Datenbanken im MDB-Format) bietet zudem eine Live-Statusanzeige inklusive transparenter Darstellung der aktuell verarbeiteten Datenarten (z. B. Achsen, Gradienten, Überhöhungen). Die erzeugten Datenmengen werden dabei strukturiert protokolliert. 

Auch der Export ist flexibler: Es lässt sich vorab festlegen, welche Inhalte übergeben werden – von MDB-Formaten (AVANI/AGON, DBGIS) bis hin zu optionalen Topologien (SA31-Knoten, SA33-Kanten) und Querspannen (SA25). 

Im Datenaustausch mit Projektpartnern und Folgesystemen sorgt dies für mehr Kontrolle und Transparenz. Konsistente Protokollierung erhöht die Sicherheit, klar nachvollziehbare Abläufe reduzieren Rückfragen und die gezielte Auswahl der Exportinhalte spart Zeit. Ein kompaktes Update mit spürbarem Mehrwert im Projektalltag.

Bahnplanung: Erweiterte Darstellung und laufende Weiterentwicklung
In der Bahnplanung zählt eine klare, normgerechte Darstellung – besonders bei komplexen Trassen und Achszeichnungen. Mit den Erweiterungen im Regelwerk „Bahn_ZG“ stehen zusätzliche Schriftstile für Objekt- und Achsbeschriftungen zur Verfügung, inklusive Varianten mit Rahmen und für unterschiedliche Maßstäbe (gemäß RIL 883). Neue Symbole für verschiedene Gleisfahrtarten, etwa für Reise- und Güterzüge, ergänzen die Darstellungsmöglichkeiten sinnvoll. 

Eingesetzt wird das bspw. in der Trassierungs- und Ausführungsplanung, wo Pläne eindeutig lesbar und regelkonform aufgebaut sein müssen. Dazu wurden beim Erstellen von Trassenplänen Anpassungen und Verbesserungen vorgenommen. Unterstützend dazu wurden auch die Vorlagen für die Achszeichnung im Dialog (Bahn) überarbeitet und im card_1 Support Center aktualisiert. 

Neue Darstellungssätze, etwa für Abstände oder Achsergänzungen, helfen dabei, typische Inhalte strukturiert und konsistent abzubilden.  

Der Nutzen zeigt sich vor allem in einer konsistenteren Planqualität und reduzierten manuellen Aufwänden. Anwender profitieren von mehr Sicherheit in der Darstellung, sparen Zeit durch vorbereitete Standards und erzielen ein einheitliches Erscheinungsbild in der Projektbearbeitung.

Messfunktionen – jetzt auch in 3D
Die 3D-Projektansicht wurde um Messfunktionen ergänzt: Es können nun Koordinaten direkt abgegriffen sowie Punktabstände gemessen werden. Sei es der Einfügepunkt eines Symbols oder ein Stützpunkt der Vermaschung eines DGMs oder Fachobjektes. Beide Funktionen basieren auf der allgemeinen Objektwahl, sodass Objekte, Elemente oder Punkte ohne vorherige Festlegung einer Datenart direkt im Modell gewählt werden. Je nach Auswahlmodus verändert sich dabei der Mauszeiger, um die aktuelle Auswahlart visuell zu unterstützen. Über das Kontextmenü lässt sich die Auswahl gezielt einschränken, etwa auf Fachobjekte, DGM-Punkte oder Symbole. 

Für die Abstandsmessung stehen drei Modi zur Verfügung: „Fortlaufend (A-B, B-C, C-D …)“, bei dem der letzte Punkt automatisch übernommen wird, „Ersten Punkt verwenden (A-B, A-C, A-D …)“ mit konstantem Startpunkt sowie „Vollständig (A-B, C-D, E-F …)“, bei dem jede Messung neu definiert wird. Die Funktionen werden für schnelle Prüfungen im Planungsmodell eingesetzt, z. B. zur Kontrolle von Lagen, Neigungen, Höhen und Abständen. Durch die direkte Messung im 3D-Raum entfallen zusätzliche Arbeitsschritte, Ergebnisse bleiben konsistent und der Arbeitsablauf wird effizienter. 

Wasserwirtschaft Pro: Mehr Kontrolle im Längsschnitt und höhere Datenqualität
Im Planungsalltag kommt es auf saubere Darstellungen und verlässliche Daten an. Genau hier wurde nachgeschärft: Horizonte im Längs- und Querschnitt lassen sich jetzt individueller darstellen – mit eigenen Linienparametern und passender Beschriftung. Geländelinien werden sauber getrennt geführt. Einstellungen, wie Deckel- oder geplante Geländelinien, greifen jetzt durchgängig – auch im Entwurf. Zusätzlich lässt sich steuern, wann Geländehöhen (OKG) miteinander verbunden werden. 

Auch in der Bearbeitung wird es einfacher: Linien können gezielt nach Schichten ausgewählt werden, und im Entwurf wird das Bezugsgelände direkt angezeigt. Das ist beispielsweise bei der Prüfung der Mindestüberdeckung hilfreich. In der 3D-Ansicht werden fehlerhafte oder unvollständige Objekte klar benannt, sodass Korrekturen schneller erledigt sind. 

Das bringt vor allem Zeitgewinn und Sicherheit. Anwender arbeiten strukturierter, erkennen Fehler früher und kommen schneller zu belastbaren Ergebnissen. 

Profillinienauswertung: Knotenpunkte und Leitungen im Blick
Die Profillinienauswertung im Straßenentwurf wurde erneut erweitert: Nun können Planer steuern, ob auch Fachobjekte im Knotenpunktsbereich in der Auswertung berücksichtigt werden sollen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zusätzliche Linien für Leitungen aus der Neuen Bestandsmodellierung zu erzeugen. In Kombination mit der bereits verfügbaren Ausgabe von ConKit-Elementen wird das Modell noch detaillierter und flexibler abgebildet – und das automatisch und effizient. 

Der Nutzen liegt in der durchgängigen Abbildung des Modells in herkömmlichen Datenarten: Profillinien, auch im Bereich von Knotenpunkten, lassen sich direkt für Zeichnungen oder klassische Massenermittlungen nutzen und die Leitungen bieten zusätzlichen Mehrwert bei der Planung und Darstellung. So werden wichtige Informationen automatisch erfasst und stehen sofort praxisnah zur Verfügung.

Detaillierte Informationen zu allen Neuerungen, Änderungen und Verbesserungen finden Sie, wie gewohnt, in den Versionshinweisen zum jeweiligen card_1 Freshup. 

Versionshinweise

Die Highlights des card_1 Freshups 10.111 lesen Sie hier nach.