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Straßenbahn-Neubau: Von Halle nach HaNeu

Ein bedeutendes Vorhaben der Stadt Halle/S. war der Bau einer Ost-West-Verbindung der Straßenbahn, die das Stadtzentrum Halle/S. mit dem Stadtteil Halle-Neustadt verbindet und somit den Anschluss an das vorhandene Straßenbahnnetz schafft. Die Projektierung begann im Jahre 1996 und begleitete die Baumaßnahme bis 2003.

Straßenbahn-Neubau: Von Halle nach HaNeu.
Straßenbahn-Neubau: Von Halle nach HaNeu.

Bei der komplexen Verkehrsbaumaßnahme wurde rechts und links einer zweigleisigen Straßenbahntrasse im Mittelstreifen der Magistrale der gesamte Verkehrsraum, das heißt Fahrbahn, Rad- und Fußwege, neu geordnet und von Grund auf erneuert. Folgende Anforderungen wurden an die neue Straßenbahnlinie gestellt: direkte Anbindung des Hauptbahnhofes an das Straßenbahnnetz, Entflechtung des Straßenbahnverkehrs vom motorisierten Individualverkehr im Bereich des Riebeck-Platzes, Herstellung verbesserter Umsteigemöglichkeiten an den Verknüpfungspunkten zwischen den Verkehrssträngen und gute Erreichbarkeit der Zielgebiete.

Modularer Aufbau

Das CARD/1 Programmpaket bot mit seinen verschiedenen Modulen ideale Voraussetzungen für die planerische Umsetzung. Sehr intensiv wurde mit der Schleppkurvenberechnung an den einzelnen Verkehrsknoten gearbeitet. Allein die farbliche Darstellung der Fahrkurven in den verschiedenen Detailplänen war sehr hilfreich bei den Abstimmungsbesprechungen mit den einzelnen Behörden. Die enge Verknüpfung der drei Module Digitales Geländemodell, Gradienten- und Querprofilbearbeitung schaffte durchgängiges Arbeiten.

Über die DXF/DWG Schnittstellen flossen auch Planungen Dritter in die Gesamtplanung ein, z.B. Anschlussplanungen. Gerade durch die gute Layer-Struktur bot CARD/1 die Möglichkeit, Spezialpläne mit unterschiedlichsten Informationen zu erzeugen. Dadurch ließen sich die Informationen gut selektieren, die Pläne wurden nicht mit Informationen überladen.

Eckdaten des Projektes:

  • Zirka 10 km Streckenlänge
  • 17 Ingenieurbauwerke (Brücken- und Stützbauwerke)
  • 16 Ampelanlagen mit ÖV-Optimierung
  • Rund 300 Baumpflanzungen als Bestandteil der Ausgleichsmaßnahmen