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Route National No. 1 - Kinshasa

Eine vorrangige Aufgabe in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Kongo besteht in der Erweiterung des Verkehrswegenetzes. Die Gauff Ingenieure GmbH erhielten im Rahmen des Ausbaus der RN1 von Kinshasa nach Matadi den Zuschlag für die Planung und die Ausschreibung des Projektes. Die Entwurfs- und Ausführungsplanung der 7,5 km langen Verbindungsstraße von der RN1 zum Tiefseehafen in Matadi zählte ebenfalls zum Auftrag. Finanziert wird das Projekt durch die Weltbank.

Die RN1 ist die meist genutzte Verkehrsader.Blick Richtung Tiefseehafen in Matadi.
Die RN1 ist die meist genutzte Verkehrsader.
Blick Richtung Tiefseehafen in Matadi.

Aktuelle Straßensituation

Die RN1 ist die bedeutendste Verkehrsader des afrikanischen Landes. Sie verbindet die Hauptstadt und ihr unmittelbares Hinterland mit dem Hafen in Matadi. Dieser ist der wichtigste des Landes und der einzige direkte Zugang zum Meer. Der Straßenausbau bedeutet eine wesentliche Verbesserung bei einer zunehmend größeren Verkehrsbelastung. Die Asphaltstraße ist über weite Strecken nicht oder kaum mehr vorhanden. Es wird auf dem felsigen Untergrund gefahren. Im Bereich der Hafenzufahrt hat die Straße ein extremes Längsgefälle. Die Straßenoberfläche bilden Betonplatten, die meist zerbrochen sind. Die Entwässerungsgräben links und rechts der Trasse sind durch Erosion verschüttet oder zerstört.

Eine Gliederung des Querschnittes in Fahrbahn, Rand- oder Parkbereichen ist über weite Strecken nicht mehr erkennbar.

Straßenplanung

Die vorhandene Straßenbefestigung sollte, soweit möglich, ausgebessert werden, um die Kosten gering zu halten. Im Stadtbereich durften keine Eingriffe in die angrenzende Bebauung vorgenommen werden. Um diese Vorgaben umzusetzen, wurde eine detaillierte tachymetrische Bestandsaufnahme der Straße erstellt. Daraus fertigten die Ingenieure Lagepläne im Maßstab 1:1000.

Die neu geplante Achse folgte der vorhandenen Straßenachse. Die Gradiente durfte ebenfalls weitgehend nicht geändert werden. Daraus ergab sich die Lage des geplanten Straßenprofils. Die Leistungsstärke der durchgängig genutzten Software CARD/1 kam speziell in der Querprofilgestaltung zum Tragen. Für die verschiedenen Ausbauvarianten: Neubau – Ausbesserung – Asphaltaufbau – Betonplattenaufbau fand man schnell optimale Lösungen. Auch die jeweils entsprechenden Unterkonstruktionen fanden Berücksichtigung.

Planausgabe

Nach Abschluss der Projektarbeit wurde die Gestaltung der Planausgabe dank der flexiblen Möglichkeiten in CARD/1 an die Vorgaben des Auftraggebers und an die landesspezifischen Vorgaben angepasst. Aus den detaillierten Planungsunterlagen ließen sich die Einzelmassen schnell ermitteln.

Für den Wiederaufbau des Landes ist eine funktionierende Infrastruktur neben einer politisch stabilen Lage eine der wichtigsten Voraussetzungen. Gauff Ingenieure haben mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet.