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Gebaut im Formel 1-Tempo

In nur zwölf Monaten baute die Bickhardt Bau AG aus Kirchheim in Hessen die Schotter- und Asphaltschichten der Formel 1-Strecke in Abu Dhabi.

Der Spezialist für Rennstrecken- und Verkehrswegebau erhielt den Auftrag, sämtliche Schotter- und Asphaltschichten der Rennstrecke und der gesamten Peripherie herzustellen. Auf einer zum Teil künstlich aufgeschütteten Insel direkt am Persischen Golf in Abu Dhabi entstand in dieser kurzen Zeit ein sehr anspruchsvoller Formel 1-Kurs. Entworfen hat die Strecke der renommierte Formel 1-Rennstreckendesigner Hermann Tilke aus Aachen.

Perfekt für Boliden – keine störenden Längsnähte zwischen einzelnen Asphaltbahnen.Die Bitumen-Spezialmischung sorgt für den nötigen Grip der Rennreifen.Asphaltfertiger und Walzen fuhren Tag und Nacht, um im Heiß-an-Heiß Verfahren den Asphalt einzubauen.Yas Marina Circuit - die Rennwagen fahren zwischen zwei miteinander verbundenen Hotelflügeln hindurch.
Perfekt für Boliden – keine störenden Längsnähte zwischen einzelnen Asphaltbahnen.
Die Bitumen-Spezialmischung sorgt für den nötigen Grip der Rennreifen.
Asphaltfertiger und Walzen fuhren Tag und Nacht, um im Heiß-an-Heiß Verfahren den Asphalt einzubauen.
Yas Marina Circuit - die Rennwagen fahren zwischen zwei miteinander verbundenen Hotelflügeln hindurch.

Anspruchsvoller Kurs

Der 5532 Meter lange Rundkurs ist länger als üblich, die 12-15 m breite Fahrbahn bietet den Fahrern 20 teils spektakuläre Kurven. Gefahren wird gegen den Uhrzeigersinn wie in Istanbul und Sao Paolo. In dem Hochgeschwindigkeitsabschnitt soll Tempo 320 erreicht werden können. Fast eine Million Tonnen Schottertragschichten und 200,000 Tonnen Asphalt hat das 25-köpfige Team aus Projektleitern, Einbauleitern, Bauleitern, Vermessungsingenieuren, Laboranten und Maschinisten unter extremen klimatischen Bedingungen verbaut. 15 Mitarbeiter, die direkt vor Ort eingestellt wurden, unterstützten das Team aus Deutschland.

Nahtlos im Heiß-an-Heiß Verfahren

Spezialasphalt wird im Heiß-an-Heiß-Verfahren eingebaut.

Nagelneue Vögele-Fertiger und sechs Glattmantelwalzenzüge der neuesten Bauart wurden extra von Hamburg aus mit einem Containerschiff auf die Reise geschickt. Die Anforderungen an die Qualität der Rennstrecke waren enorm hoch. Die maximalen Toleranzen auf einem vier Meter langen Streckenabschnitt durften 2 mm nicht übersteigen.

Drei versetzt fahrende Fertiger haben im sogenannten Heiß-an-Heiß-Verfahren nahtlos den Spezialasphalt eingebaut, für dessen Herstellung und Qualitätsüberwachung die Fachleute der Bickhardt Bau Rohstofftochter MKW im Labor vor Ort Verantwortung trugen. DA die in Abu Dhabi heimischen Gesteine nicht die benötigte Härte aufwiesen, mussten die Splitte extra aus Malaysia und England angeliefert werden, um den Rennreifen den nötigen Grip zu geben.

Berechnet mit CARD/1

Größte Präzision, fachliches Können, Leidenschaft, eine optimale technische Ausrüstung und langjährige Erfahrung durch den Bau verschiedener Rennstrecken, z.B. den Sachsenring, die Porsche-Teststrecke bei Leipzig, dem Hockenheimring sowie Asphaltarbeiten der Formel-1-Rennstrecken in Bahrain und Shanghai, bildeten die Basis für die hohe Qualität der fertigen Strecke. Und natürlich ein gutes Berechnungsprogramm, um die Planungsdaten des Rennstreckenarchitekten optimal umzusetzen.

Das komplette Projekt wurde mit CARD/1 in Deutschland in Kirchheim berechnet. Kurzfristige Änderungen konnten schnellstens eingearbeitet und dem Vermessungsteam vor Ort übermittelt werden. Die erzeugten digitalen Geländemodelle bildeten im Zusammenhang mit dem Einsatz der Gerätesteuerung eine wichtige Komponente zum schnellen und gleichzeitig genauen Herstellen des Unterbaus.

Gemeistert mit Teamgeist

Nur mit Teamgeist konnte diese große Aufgabe so erfolgreich in so kurzer Zeit bewältigt werden. Nachdem am 1. November 2009 das erste Rennen wie geplant stattfand, wurde auch in 2010 das Saisonfinale in Abu Dhabi ausgetragen - Sebastian Vettels Fahrt in den Olymp.

Kurzer Kamerastopp: Das Team der Bickhardt Bau AG. 150 Grad heißer Asphalt und bis zu 50 Grad Hitze bei subtropischer Luftfeuchtigkeit ließen selbst abgehärteten Facharbeitern den Schweiß aus den Poren strömen.