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Erholsam rasten am Samerberg

Die Autobahndirektion Südbayern beauftragte die BSM Planungs GmbH Ende 2012 mit der Entwurfs- und Ausführungsplanung für den Ausbau der Tank- und Rastanlage Samerberg Süd an der A 8. Ein komplexes Vorhaben, in dem CARD/1 alle Informationen zur Projektabwicklung lieferte, fachbereichsübergreifend und durchgängig von der Planung bis zur Fertigung.

Abb. 1 – Blick auf die im Ausbau befindliche Tank- und Rastanlage Samerberg Süd an der A 8.Abb. 3 – zweiter Bauabschnitt mit Zufahrtsbereich zur Tankstelle einschließlich Durchfahrt und Nebenflächen.Abb. 6 – Gleitschalungsfertiger zur Erstellung der Betonprofile für die Hochbeete und Randeinfassungen ...Abb. 7 – Beginn der Lärmschutzwand mit Übergang in den Lärmschutzwall.Abb. 8 – Abwicklung der Lärmschutzwandelemente.
Abb. 1 – Blick auf die im Ausbau befindliche Tank- und Rastanlage Samerberg Süd an der A 8.
Abb. 3 – zweiter Bauabschnitt mit Zufahrtsbereich zur Tankstelle einschließlich Durchfahrt und Nebenflächen.
Abb. 6 – Gleitschalungsfertiger zur Erstellung der Betonprofile für die Hochbeete und Randeinfassungen ...
Abb. 7 – Beginn der Lärmschutzwand mit Übergang in den Lärmschutzwall.
Abb. 8 – Abwicklung der Lärmschutzwandelemente.

Gemäß den Planfeststellungsunterlagen war die bestehende Rastanlage wesentlich zu erweitern. Im ersten Bauabschnitt, der den ursprünglichen Umgriff der Planfeststellung enthält, wurden Parkplätze für 50 LKW und 50 PKW sowie für Busse und Schwerlasttransporte geschaffen. Aufgrund ihrer positiven Erfahrungen bei verschiedenen anderen Rastanlagen ließ die Autobahndirektion Südbayern neben den LKWStellflächen auch die Fahrbahnbegrenzungen, Borde und Entwässerungsrinnen aus Beton in Gleitform-Bauweise herstellen. Zudem erfolgte auch der Bau der Gehwege in Betonbauweise. Die Vorarbeiten zur Baumaßnahme begannen bereits im Juli 2013. Vorab mussten hier ca. 200 m Wasserleitung verlegt und ca. 15.000 m³ Erdwall aufgeschüttet werden. Die Haupt- Baumaßnahme startete im Oktober 2013 und endete im September 2014. Zur Sicherstellung der Benutzbarkeit der Anlage wurde die Bauabwicklung auf insgesamt vier Bauphasen aufgeteilt, bei denen jeweils die Nutzung der PKW- und LKW-Stellplätze im Bestands-Umfang gewährleistet sein musste, siehe Abb. 1 und Abb. 2.

Abb. 2 – Ausführungsplan des ersten Bauabschnitts des Parkplatzes zur Tank- und Rastanlage.
Abb. 2 – Ausführungsplan des ersten Bauabschnitts des Parkplatzes zur Tank- und Rastanlage.

Erweiterung

Während der Bauausführung entschied die Betreibergesellschaft der Tank und Rastanlage, dass neben dem Umbau der Tankstelle auch das aus den 60er Jahren stammende Rastanlagen-Gebäude abzubrechen und zu erneuern war. Daraus resultierte ein zweiter Bauabschnitt, in dem der Zufahrtsbereich zur Tankstelle einschließlich Durchfahrt und Nebenflächen neu zu konzipieren und zu gestalten war. Zudem waren die Voraussetzungen für den Bau einer geplanten Lärmschutzwand zu schaffen, siehe Abb. 3.

Pünktliche Fertigstellung

Im Juni 2015, rechtzeitig vor Beginn der Hauptreisezeit, wurden alle Teile der Tankund Rastanlage fertiggestellt. Die gesamte Anlage besteht aus etwa

  • 10.000 m² Asphaltflächen für Fahrgassen/ PKW-Parkplätze
  • 10.000 m² Betonflächen für LKW-Stellplätze
  • 2.000 m² Beton-Gehwegflächen
  • 600 m² sonstigen Pflasterflächen

Entscheidung für CARD/1

Abb. 4 – Ausschnitt aus dem Deckenhöhenplan.
Abb. 5 – mehr Sicherheit bei der Planung der Entwässerung mithilfe der Bauwerksdarstellung.

Ab Juni 2013 wurde die gesamte Planung mit CARD/1 erstellt. Neben der klassischen Planung von Gradienten und Querprofilen für eine Vielzahl an Fahrgassenachsen war besonders die Darstellung und der Zugriff auf die 3D-Daten der angrenzenden Achsen hilfreich bei dieser schwierigen Planung. So konnten für die Optimierung der Randabwicklungen der Hochbeete die Schnittlinien der benachbarten Planungsmodelle von Fahrgassen und Parkflächen grafisch dargestellt werden und mittels Punktfang sofort in die Randabwicklung einfließen. Entscheidend dabei war der sofortige Zugriff auf mehrere benachbarte Planungsdaten, ohne vorher umständlich Schnittlinien durch diese anliegenden Planungsmodelle generieren zu müssen. Die kompliziert angeordneten Kanal- und Wasserleitungen ließen sich mittels der Bauwerksdarstellung sehr gut in 3D visualisieren und auf Kollisionen kontrollieren, siehe Abb. 5. Dies erleichterte nicht nur die Bearbeitung, sondern minimierte frühzeitig Fehler und führte so zu einer erhöhten Planungssicherheit. Die DGM-Datenübergabe an die Baufirma zur Maschinensteuerung entwickelte sich dank der funktionalen und einfachen Arbeitsweise mit CARD/1 zur spielerischen Routinearbeit. Das gilt sowohl für die GPS gesteuerte Fertigung der Asphaltflächen als auch für die parallele Erstellung von Fahrdrähten für die Gleitschalungsfertiger der sieben verschiedenen Betonprofile für Hochbeete und Randeinfassungen, siehe Abb. 6.

Interdisziplinäre Planung

Die Möglichkeit der fachbereichsübergreifenden Planung sowie der durchgängige Datenfluss von der Planung bis zur Fertigung zeichnet die Software CARD/1 besonders aus. Gerade am komplexen Entwurf zum Lärmschutz, siehe Abb. 7 und Abb. 8, zeigt sich deutlich, dass Straßenplanung heute einen interdisziplinären Ansatz beinhaltet. Eine Straße ohne Lösung der Entwässerungssituation oder ohne einen Vorschlag zur Lärmminderung zu erarbeiten, ist gar nicht denkbar.