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Deutsche Bahn AG - Instandhaltung der Netze

Das Vermessungsbüro Dr. Hampe + Menke arbeitet im Rahmen seiner Leistungen für die Gleisinstandhaltung des Netzes der Deutschen Bahn AG mit der Vermessungs- und Planungssoftware CARD/1. Der Vorteil? Die integrierte Projektbearbeitung von der vermessungstechnischen Aufnahme bis hin zu abgabefertigen Plänen. Ein Arbeitsabriss.

Regelmäßige Instandhaltung der Netze.Beispiel: Gleiserneuerung Misburg - Waldheim.Gemäß RiL 800.0110.
Regelmäßige Instandhaltung der Netze.
Beispiel: Gleiserneuerung Misburg - Waldheim.
Gemäß RiL 800.0110.

Regelmäßige Gleiserneuerung

Für die Planung der Gleiserneuerung wird zunächst ein Soll-Ist-Vergleich des vorhandenen Gleises in Lage und Höhe benötigt. Mit Hilfe dieser Werte für Horizontalverschiebung und Hebung/Senkung des Gleises ermittelt der Planungsingenieur z.B. Schotterbedarf und erkennt Lichtraum-Einschränkungen durch Zwangspunkte, wie Signale und Maste. Zum Umbautermin werden dann die Soll-Gleisachse und die Soll-Gradiente abgesteckt, in der Regel indirekt an der Schiene des Nachbargleises.

Grundlagennetz bestimmen

Über den Soll-Ist-Vergleich hinaus ist das Grundlagennetz neu zu bestimmen, wenn es noch nicht im einheitlichen Bezugssystem der Deutschen Bahn AG vorliegt, dem DB Referenznetz, kurz DB_REF genannt.

Trassierung entwerfen

Gemäß der Richtlinie RiL 800.0110 bietet CARD/1 Regel- und Ermessensgrenzwerte zur Parametrierung der Grundelemente.
Planausschnitt: Trassierungsentwurf mit vorhandenem Trassenplan im Hintergrund.

Analog zu den Gleisvermarkungspunkten müssen auch die Trassen im DB_REF eingerechnet werden. Für die Neueinrechnung der Gleise ist die Trassierungsrichtlinie Ril 800.0110 anzuwenden. In einigen Funktionen bietet CARD/1 gemäß dieser Richtlinie Regel- und Ermessensgrenzwerte an, z.B. bei der Parametrierung der Grundelemente im Achsentwurf. Außerdem müssen Abstände zu festen Gegenständen, wie etwa Brückenträger, Bahnsteigkanten und Brückenunterkanten, berücksichtigt werden. Auch sind Verschiebewerte zu minimieren – insbesondere an Übergängen zum Bestand – und Soll-Schotterstärken sind herzustellen.

Höhenverlauf darstellen

Für Weichen in Überhöhung ist zusätzlich zum Trassierungsentwurf ein Weichenhöhenplan zu erstellen, der neben der Grundrissdarstellung auch den Höhenverlauf der einzelnen Schienen zeigt. Hierzu dient die Funktionsgruppe Weichenhöhenplan erstellen. Durch die Überhöhung des Gleises ergibt sich für den abzweigenden Strang ein von der Gradiente des durchgehenden Strangs abweichender Höhenverlauf.

Trassenplan erstellen

Nachdem der Auftraggeber dem Entwurf zugestimmt hat, lassen sich aus den neu eingerechneten Trassen, Gradienten, Überhöhungen und den neu bestimmten Gleisvermarkungspunkten die neuen Trassenpläne zeichnen. Hierfür findet die CARD/1 Funktionsgruppe Trassenplan erstellen Anwendung. Die Pläne dokumentieren die Soll-Werte, d.h. den neuen Bestand, der als Grundlage für alle kommenden Gleisdurcharbeitungen dient.

Export der Daten

Schließlich sind die neuen Punkt-, Trassen- und Gradientendaten für das Programm VERM.ESN zu exportieren. Zwecks grafischer Dokumentation zu den Daten werden die Einrechnungspläne in Form einer Achszeichnung mit den Punktnummern der Hauptpunkte gezeichnet.