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CARD/1 im Hamburger Operettenhaus

Am 17. September 2009 feierte Udo Jürgens seinen 75. Geburtstag im Hamburger Operettenhaus. Für diesen Anlass wurde die Bühne neu hergerichtet.

Vorhang auf für CARD/1.Udo Jürgens gastiert im Hamburger Operettenhaus.Neuer Look für seine Geburtstagsgala.Eine perfekt umgestaltete Bühne.
Vorhang auf für CARD/1.
Udo Jürgens gastiert im Hamburger Operettenhaus.
Neuer Look für seine Geburtstagsgala.
Eine perfekt umgestaltete Bühne.
Die Planung der niveaugleichen Bühnenverlängerung führt über den Orchestergraben in den Zuschauerraum.
Vorher - Michael Ehlers vermisst die Bühne des Hamburger Operettenhauses.

Ausgestrahlt wurde die Gala am 30. September 2009 im ZDF, ORF und im Schweizer Fernsehen.

Die für den Umbau zuständige und in Hamburg ansässige Hassler Entertainment Architecture beauftragte das Ingenieur- und Vermessungsbüro Michael Ehlers, die Bühne und den Zuschauerraum des Hamburger Operettenhauses neu zu vermessen. Flugs wurde ein Messtrupp mit modernen Präzisionsgeräten losgeschickt. Die Bühne sollte erweitert und eine höhengleiche Bühnenverlängerung in den Zuschauerraum gelegt werden.

431 Stühle mussten hierfür ausgebaut werden. DA zusätzliche Scheinwerfer an der Balustrade im Rang zur Beleuchtung des neuen Podiums montiert werden sollten, wurde die Balustrade aufgemessen und die Radienabfolge ermittelt. Dies war erforderlich, damit anschließend passgenaue Abdeckungen aus Holz gefertigt werden konnten, an die sich die Scheinwerfer montieren ließen.

Bau einer Bühnenverlängerung

CARD/1 Längsschnitt der Bühnenachse des Operettenhauses.

Zum Musicalstart "Ich war noch niemals in New York" im Jahre 2007 wurde die Bühne des Operettenhauses bereits vergrößert, um einer aufwendigen, unregelmäßigen Drehbühne Platz zu bieten. Nun wurde auch das Aufmaß dieser gewaltigen Drehbühne benötigt, um sie in die neue Showbühne entsprechend zu integrieren. Mittelpunkt und sämtliche Radien wurden ermittelt und im Lageplan dargestellt.

Zuletzt waren die Bühne und der Zuschauerraum dreidimensional aufzumessen. Denn die in den Zuschauerraum hineinragende Bühnenverlängerung sollte den nach oben verlaufenden Zuschauerraum an einem bestimmten Punkt schneiden. Hierzu war es erforderlich, die Bühnenachse zu ermitteln, einen Lageplan und einen Längsschnitt der Bühnenachse zu erstellen. Damit die regulären Vorstellungen des Operettenhauses nur kurzfristig unterbrochen werden mussten, fertigten die Bühnenbauer für den Umbau passgenaue Bauteile vor, die schnell auf- und abzubauen waren.

Großes Daten-Ensemble

Neben CARD/1 kamen auch andere Softwareprodukte zum Einsatz. Die Entwurfs- und Ausführungsplanung erstellte die Hassler Entertainment Architecture mithilfe der CAD-Software ArchiCAD. Die Bühnenbauer setzten Autodesk-Programme zur Planung und Anfertigung der Bühnenbauteile ein. Softwaretechnisch kommuniziert wurde per DWG; der Datenaustausch zwischen den verschiedenen Programmen verlief nahtlos. Trotz des engen Zeitplans war die Bühne für den Auftritt des Mannes am Flügel termingerecht bereitet.