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Aschaffenburg - Wasserstraßen-Neubauamt

Das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg setzt CARD/1 mit dem Ziel ein, Massenberechnungen aus Profilen und Geländemodellen zu beschleunigen und damit die Ausbauarbeiten zu optimieren.

Um Massenberechnungen aus Profilen und Geländemodellen zu beschleunigen und damit die Ausbauarbeiten zu optimieren, müssen Soll-Profile für Gewässerböschungen generiert und mit dem Bestand verschnitten werden.

Geländemodelle aus Flächenpeilung und Befliegung:Bestandsmodell mit Flusssohle.Bestandsmodell mit Fahrrinne.Blick über die aufgemessene Flusssohle.
Geländemodelle aus Flächenpeilung und Befliegung:
Bestandsmodell mit Flusssohle.
Bestandsmodell mit Fahrrinne.
Blick über die aufgemessene Flusssohle.

Hybride Bestandsdaten

Für die Aufbereitung des Bestandsmodells werden Punkte und Bruchlinien aus Überfliegungen ebenso herangezogen wie Ergebnisse von Profil- oder Flächenpeilungen. Weitere Grundlagen sind Festpunktprofile und Fahrrinnen aus den Datenbanken der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Die Daten liegen in unterschiedlichen Datenformaten vor und werden über Standardschnittstellen bzw. durch die Unterstützung durch CardScript, der CARD/1 eigenen Programmiersprache, verlustfrei in das Projektmodell importiert.

Für die Berechnung des Bestands-DGMs werden Überfliegungs- und Flächenpeildaten herangezogen. Projektbereiche, in denen diese Daten nicht vorliegen, werden mit Messdaten aus Profilpeilungen ergänzt. Zusätzliche Geländemodelle werden ggf. für Fels- oder Lockerstein-Horizonte erzeugt.

Modell und Festpunktprofile

Geländemodell aus Flächenpeilung und Befliegung.

Aus dem Bestandsmodell werden mit CARD/1 Bestandsprofile abgeleitet. Dies erfolgt im Querschnitt der vorgegebenen, stationierten Festpunktprofile, die jeweils durch zwei Punkte auf beiden Uferseiten vermarkt sind. Die berrechneten Tiefen und Breiten in den bestehenden Flussquerschnitten geben Aufschluss über die erforderlichen Ausbaumaßnahmen. Festpunktprofile für den Wasserbau sind im CARD/1 Datenmodell integriert.

Massen aus Profilen

Für die betroffenen Querschnitte werden nach vorgegebenen Regeln automatisch Sollprofile mit CARD/1 generiert. Grundlage für die Planungsprofile sind die Fahrrinnenachsen, das Gelände und feste Größen, wie der Hydrostatische Stau und die erforderliche Fahrrinnentiefe. Die Festpunktprofile liegen im Abstand von 25 Metern vor und müssen für die Konstruktion der Böschungen in Teilbereichen verdichtet werden.

Schließlich wird aus den Planungsprofilen ein Planungs-DGM generiert. Damit werden über den Vergleich von Soll- und Bestands-Profilen oder über die Verschneidung von Soll- und Bestands-DGM die Massenpositionen für die Ausschreibung ermittelt.

Soll-/Ist-Vergleich

Fahrrinne mit Aushubmassen (blau).

Nach Abschluss der Ausbauarbeiten und einem Kontrollaufmaß wird nach dem gleichen Verfahren ein neues Bestandsmodell erstellt. Anschließend werden die tatsächlich bewegten Massen über den Soll-Ist-Vergleich anhand der DGM-Massenberechnungen (GAEB/REB Verfahrensbeschreibungen) kontrolliert.

Die Ergebnisdaten werden an die Datenbanken der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung übergeben. Der Datenaustausch erfolgt über Standard-ASCII-Daten, etwa REB-Formate oder eigene WSV-Formate.

Customizing mit CardScript

Mit Hilfe von CardScript ist es einfach, die Anforderungen des WNA Aschaffenburg zu erfüllen und damit den speziellen Workflow des Neubauamtes zu optimieren. CardScripte sind schnell und leicht zu erstellen und lassen sich an die Bedingungen der Projektarbeit anpassen. Sie erleichtern beim WNA Aschaffenburg den ASCII-Datenaustausch, die Prüfung der Bestandsprofile, die Verdichtung der Festpunktprofile und die Generierung von Planungsprofilen- und -DGMs sowie die Berechnung der einzelnen Massenpositionen.

Mit CARD/1 lassen sich die erforderlichen Berechnungen und Auswertungen für die Ausschreibung und Abrechnung künftig schneller erledigen.