Dieses Verfahren verwendet ausschließlich Gradienteninformationen, der Verlauf der Achse im Grundriss sowie Informationen des Querschnitts werden ignoriert. Die Berechnung der Sichtweiten, also die Bestimmung der Zielpunktstation bei vorgegebenem Augpunkt, erfolgt über das Tangentenverfahren. Vorhandene Zwischenwannen werden berücksichtigt.
Das 2D-Berechnungsverfahren führt zu ausreichender Genauigkeit bei
Das verwendete 3D-Verfahren arbeitet vollständig räumlich. Dabei werden die Sichtstrahlen eines Augpunktes zu allen Zielpunkten bis zum Endquerschnitt zu einem sogenannten Sichtkegel zusammengefasst. Es ergibt sich so eine Sichtkegelfolge bis zum maßgebenden Sichthindernis. Der Begriff Kegel ist hier im allgemeinen mathematischen Kontext zu verstehen, nämlich als Zentralprojektion einer Leitlinie in die Kegelspitze.
Im Verfahren wird die maßgebende Projektionsspur sukzessive von Profil zu Profil bestimmt. Dabei ist die einzelne Projektionsspur das Ergebnis des Schnitts eines Sichtkegels mit einem oben definierten Profil. Da die Sichtkegel vieler Augpunkte mit einem einzigen Profil verschnitten werden müssen, ist die maßgebende Projektionsspur eines Profils das Ergebnis eines nicht ganz trivialen Vergleichs. Die Rechengenauigkeit hängt von der Profildichte ab, also von der Anzahl der definierten Stationen. Je mehr Stationen definiert sind, um so genauer wird das Ergebnis.