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08.09.2010

Fahrdynamische Prüfung

Erfassung der Streckengeometrie und Prüfkriterien.

Deckblatt des Prüfberichtes.

Auszug aus dem Prüfbericht.

Flüchtigkeitsfehler oder gar substanzielle Fehler in der Trassierung sind nicht nur unschön für das Image des Ingenieurs. Wenn die Unterlagen mit einem „Nicht genehmigungsfähig“ vom Prüfer zurück kommen, kostet dies Zeit und Geld und verursacht Mehrarbeit für alle Beteiligten. Dagegen gibt es jetzt in CARD/1 eine Versicherung: das Fahrdynamische Prüfprotokoll für Gleisachsen.

Bereits während des Trassierungsentwurfs unterstützt CARD/1 Sie als Planer durch die Anzeige von Grenzwerten und die Berechnung von Regelwerten für Radien, Überhöhungen und Übergangsbögen. Das behindert zwar beim Fehlermachen, lässt es aber gemäß der CARD/1 Philosophie grundsätzlich weiterhin zu. Schließlich wollen Sie nicht vom Programm bevormundet werden. Außerdem gibt es immer wieder kleinere oder größere Änderungen an einzelnen Trassierungsdaten, deren Konsequenzen für alle abhängigen Bereiche nicht immer bedacht oder unter Stress vergessen werden. 

Bei der Bahn verzahnen sich in besonderer Weise Achsen, Überhöhungen, Gradienten, Weichen und Bahnsteige. Daher ist es sinnvoll, Ihnen als CARD/1 Bahnplaner ein Instrument an die Hand zu geben, das Sie oder ein Anderer sowohl während der Entwurfsphase als auch unmittelbar vor Abgabe der Prüfunterlagen einsetzen und mit dem Sie substanzielle Fehler vermeiden können: das Fahrdynamische Prüfprotokoll. 

Die fahrdynamische Prüfung einer Gleisachse erfolgt gemäß den Bestimmungen der DBAG-Richtlinie 800.0110 vom 15.7.2008. Als zu prüfende Objekte der Gleisgeometrie gehen ein: die Achse, das Überhöhungsband, die Gradiente, die Weichen und die Bahnsteigkanten. Die Geometrie kann auf einen beliebigen Geschwindigkeitsverlauf hin übergeprüft werden. Für jede Gleisachse sind mehrere Prüfvorgänge zulässig. Diese können gespeichert und jederzeit erneut ausgeführt werden.

Das Ergebnis einer fahrdynamischen Prüfung besteht aus drei Ergebnislisten (Grundriss, besondere Rampen, Gradiente) und einem Deckblatt. Auf dem Deckblatt ist neben den Eingabedaten das Endergebnis in Kurzfassung sichtbar. Sollte mindestens ein Grenzwert nicht eingehalten sein, sind die entsprechenden Texte rot gedruckt. Sie sehen also auf den ersten Blick, ob Probleme aufgetreten sind. Das gilt übrigens auch für die geometrische Stetigkeit von Koordinatenlinie, Tangentenlinie und Überhöhungsband. 

Das Herzstück des Prüfberichtes ist die Tabelle für die Überprüfung der Achse einschließlich der Überhöhung. Sie enthält spaltenweise die Kriterien, die gemäß Richtlinie zu überprüfen sind. Für jeden Hauptpunkt und für jedes Element werden abwechselnd die aktuellen Werte sowie die Minima, die Richtwerte und die Maxima aufgelistet. Besonders gut nachvollziehbar ist die Überlagerung von Lageelementen mit Rampen, Weichen und Bahnsteigen. Insgesamt ist damit detailliert nachvollziehbar, welches Kriterium für eine Unterschreitung der gewünschten Entwurfsgeschwindigkeit verantwortlich ist. Grenzwertüberschreitungen werden farblich hervorgehoben. Die Tabelle der Rampen, die nicht mit Übergangsbögen zusammenfallen, und die Tabelle für die Gradientenprüfung runden den Prüfbericht ab. 

Die Fahrdynamische Prüfung ist ausgesprochen gut geeignet, um bestehende Strecken auf höhere Geschwindigkeiten zu untersuchen. Kritische Bereiche lassen sich damit schnell identifizieren. Für alle Neulinge ist die Fahrdynamische Prüfung von Gleisachsen unabdingbar. Aber auch als Profi-Trassierer werden Sie die neue Hilfe zu schätzen wissen.


Auf den Fachmessen im Herbst stellen wir Ihnen das neue fahrdynamische Prüfprotokoll gern vor. Besuchen Sie uns zum Beispiel auf der InnoTrans in Berlin in Halle 6.1, Stand 107 vom 21.-24.09.2010.